Einsatzwagen "Mobile Gesundheit"

Im Spätsommer 2013 hat Familie Sablok mit seinem ehrenamtlichen Helfer - Team das Projekt „Mobile Gesundheit“ ins Leben gerufen.

Dabei ist es ihnen besonders wichtig, Kranken und Hilfsbedürftigen in abgelegenen, schwer erreichbaren Gebieten, eine medizinische Grundversorgung zu ermöglichen. Diese von großer Not betroffenen Menschen wohnen teilweise in sehr isolierten Gegenden. So wären sie im Bedarfsfall gezwungen, bei extremer Hitze barfuß holprige Wege zu beschreiten und Kilometer zurück zu legen, um an eine „medizinische Station“ zu gelangen. Selbst mit höchster Willenskraft und größter Mühe ist dies oftmals nicht zu realisieren! Auch würden die finanziellen Mittel fehlen, um bspw. eine Busfahrt zu bezahlen.

Die „mobile Gesundheit“ spricht insbesondere jene arme Menschen an, die sonst keine Chance hätten, aus eigener Kraft das nächste Dorf bzw. die nächstgelegene Einrichtung zu erreichen. Mit dieser Lösung wird, im entsprechend ausgestatteten Fahrzeug, die behandelnde Ärztin direkt und wohlbehütet zu den Ärmsten und Bedürftigen befördert.
Um die Entwicklung dieses Projektes positiv zu fördern und den konkreten Einsatz der mobilen Hilfe zu beschleunigen, suchte Familie Sablok im Frühjahr 2014 die Gebiete höchster Not in Nordindien persönlich auf. Dabei war es ihnen und ihrem Team ein Bedürfnis, die von größter Armut geprägten Standorte besonders sorgfältig zu ermitteln.

Die erste „Testfahrt“ folgte unmittelbar, gleichwohl der Kleinbus zu diesem Zeitpunkt nicht einmal vollständig ausgestattet war! So fehlten noch die pflanzlichen Medikamente und diverse ärztlichen Utensilien. Dennoch wurde das Fahrzeug buchstäblich von Hilfesuchenden „umlagert“, die dringend medizinische Betreuung brauchten.
Viele der Patienten kommen bspw. mit Infektionen unterschiedlichen Grades, Verletzungen, offenen Wunden oder anderen Beschwerden. Dabei nehmen sie selbst drei Stunden Wartezeit geduldig auf sich, um sich ausführlich untersuchen zu lassen. Die fürsorgliche Ärztin ist stets um die Gesundheit aller Kranken bemüht. Sie bietet bei Bedarf erste Hilfe an und nimmt sich geduldig für die vorgetragenen Anliegen jedes Einzelnen Zeit.
Diese eindrucksvolle Erfahrung und die unbeschreibliche Not der Menschen ermutigte uns, die Ausstattungsarbeiten des Fahrzeuges zügig voranzubringen. So konnte den Hilfsbedürftigen zeitnah mit einer regelmäßigen medizinischen Grundversorgung und den nötigen Medikamenten, deren Kosten der Verein übernimmt, gedient werden. Ist eine Fortführung der Behandlung nötig, werden dem Patienten für zuhause die Medikamente ebenso kostenlos zur Verfügung gestellt. Damit wird bis zur nächsten Untersuchung der Genesungsprozess sichergestellt. Die Unterstützung der in Not geratenen Menschen erfolgt hierbei stets persönlich, direkt und unbürokratisch.

Diese besonders wertvolle Hilfsmaßnahme erfreut sich unverändert sehr regen Zulaufs. Im Moment werden im Kleinbus die Ärztin mit ihren medizinischen Utensilien sowie Medikamenten befördert.
Um den hohen Bedarf der Menschen in Not nachhaltig zu begegnen, würde der Verein gerne in ein größeres Fahrzeug investieren, das zudem ausreichend Behandlungsraum im Wagen selbst bietet und über weitere technische Behandlungsmöglichkeiten verfügt.

Selbstverständlich werden sämtliche Kosten bspw. für Medikamente, Benzin, Autowartung und Reparaturen, als auch das Honorar der Ärztin, von Shree Om Baba Ji e.V. komplett übernommen.